Moin ihr Lieben,
hier kommt nun das dritte Nähcamp-Teil, das, bis auf den Saum, während dem wunderbaren Wochenende entstanden ist.
Es handelt sich um Burda 3/2015 . Die aufgesetzten Taschen und Schleifen habe ich weggelassen, dafür ein Futter ergänzt.
Zugeschnitten hatte ich schon zu Hause, da es beim Camp meist nur begrenzten Platz dafür gab und ich mir ganz sicher sein wollte, dass alle Faltenzeichen vom Schnitt auch an der richtigen Stelle landen.
Verwendet habe ich einen African Waxprint vom vielgeliebten Maybachufer (inklusive Echtheitszertifikat) aus 100% Baumwolle. Gern hätte ich mehr gehabt, aber dieses Design war nur noch in geringer Yardzahl vorhanden. Ja, ihr habt richtig gelesen, dieser Stoff wird in Yard berechnet und verkauft. Wusste ich vorher auch nicht. Eigentlich sollte ein Flora-Kleid von ByHandLondon draus werden, aber dafür braucht man einen Stoff der mindestens 1,50m breit liegt. Dieser hier lag nur 1,10m, also musste ich mir was anderes einfallen lassen. Der Burda-Rock hatte harte Konkurrenz von einem aus der holländischen "Fashion Design", hat aber letztendlich doch das Rennen gemacht.
Dieser Rock kommt meiner Lieblingsform (Teller) schon recht nahe, die Kellerfalten sind schön tief und durch die leichte Steife des Stoffes ist die Silhouette ungefähr die gleiche wie beim Tellerrock.
Das Taillenband ist recht breit, was ich mag, allerdings habe ich ziemlich knapp gemessen, ich darf also in nächster Zeit nicht großartig zunehmen (oder zu tief einatmen ;-)).
Obenrum trage ich ein kurzes Shirt nach dem Nettie-Schnitt von Closet Case Files, allerdings nicht als Body, sondern als crop top. Ich finde den Rückenausschnitt ganz bezaubernd, tief genug für Einblicke, aber nicht so tief, dass man den BH drunter sieht. Es gibt auch noch eine Variante mit einem sehr tiefen Rückenausschnitt, hier gezeigt, aber da ich es in weiß mit gedoppelter Vorderfront machen wollte, war mir dieser Ausschnitt lieber. Das Untendrunter ist eben bei weißen Sachen doch ziemlich relevant...
Da der Rock genau in der natürlichen Taille sitzt und der Bund breit genug ist, konnte ich das Shirt trotzdem reinstecken :-).
Fazit:
ein toller Rock, den ich sicher oft tragen werde in diesem Sommer. Nochmal werde ich ihn wohl eher nicht nähen, es gibt zu viele andere tolle Schnittmuster, aber dieses gehört durchaus zu den "Daumen hoch"-Schnittmustern unter meinen Genähten :-).
Der Stoff ist schon etwas anders als das, was ich sonst so verarbeite, dennoch habe ich mir noch ein anderes Design gekauft, aus dem in diesem Sommer noch eine Anna werden soll. Mal sehen....
Und wie sieht´s bei euch aus? Fleißig gewesen?
Zu den Lady´s vom MeMadeMittwoch geht´s hier: Klick.
Ich mach mich jetzt dran, die "Will-ich-noch-nähen-Liste" zu inspizieren und dann geht´s an das nächste Projekt, habe grade nen guten Lauf.
Euch viel Spaß beim Nähen und bis demnächst :-)
Liebe Grüße,
Milan
Moin ihr Lieben,
wie der Titel schon sagt, wir haben es wieder getan!
Das Nähcamp in Berlin Adlershof ist in die zweite Runde gegangen und Claudia und ich waren mit von der Partie/y.
Es waren insgesamt 42 wunderbare Frauen, Bloggerinnen, Stoffdesignerinnen, Nähenthusiastinnen, Stoffladenbetreiberinnen und Expertinnen dabei.
Bereits beim ersten Nähcamp 2014 hat mich die Atmosphäre unter uns Frauen total begeistert, es gab kein Gezicke oder Cliquenbildung, jede hat mit jeder gequatscht und gefachsimpelt, man hat sich gegenseitig mit Garn, Schere oder Kopierpapier ausgeholfen und Tips gegeben, wenn ein Schnitt vernäht werden sollte, den eine andere schonmal genäht hat - kurz, es war wunderbar!
Wir Frauen sollten viel mehr miteinander machen!
Organisiert wurde wieder von der lieben Elke (ellepuls.com), diesmal unterstützt von Cathrin vom Stoffbüro (::stoffbüro::) und
Annemarie (mariegemachtes). Daaanke an euch drei nochmal an dieser Stelle!
Das Hotel war gewohnt gut auf uns vorbereitet und, abgesehen von einem kurzen Stromausfall am Samstag, hat man uns gut versorgt.
Außerdem gab es eine Farb- und/oder Stilberatung, wenn man schon immer mal wissen wollte, was für ein Typ man ist, oder warum man in Hängerchen immer aussieht wie ein Laternenpfahl, war das genau das Richtige.
Unterstützt wurde außerdem von Sabine von Smilla Berlin, die im letzten Jahr als Teilnehmerin kaum zum selber nähen gekommen war, weil so viele Fragen an sie gerichtet wurden. Diesmal war sie als professionelle Informationsquelle vor Ort und hat allen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ein dickes Dankeschön dafür! :-)
Gesponsort wurde auch fleißig, der Verlag Edition Fischer hatte für jeden ein Buch springen lassen, vom Stoffbüro gab es "Wichtel-Fat-Quarter", von Smilla ein Fat-Quarter-Paket von Gütermann und eine Handmade Kultur Zeitschrift, außerdem hatte Ina von pattydoo, die als Teilnehmerin dabei war, im Vorfeld zwei ihrer Schnitte für jeden kostenlos zur Verfügung gestellt, die auch von vielen genäht wurden (Claudia und ich haben beide den Hoodie Riley vernäht) und Silke von Schnittchen hatte ihre Schnitte "Coco" und "Tina" dabei.
Und, obwohl viel geredet und gelacht wurde, sind wieder tolle Stücke entstanden, ich habe nach meiner Mantelpleite im letzten Jahr den Mund diesmal nicht so voll genommen und sogar drei gelungene Teile zustande bekommen!
Das erste war ein Burda-Rock mit Kellerfalten aus einem Afrikan Waxprint, er ist fast fertig, muss nur noch aushängen und dann gesäumt werden, den stelle ich euch ein anderes Mal vor.
Am selben Tag habe ich noch den Hoodie Riley von pattydoo genäht, den zeige ich euch hier:
Nach der Farbberatung wusste ich endlich, dass grau genau meine Farbe ist (natürlich nicht, aber lustigerweise hatte ich gerade einen grauen Sweat für den Hoodie gekauft), und ich liebe grasgrün, auch wenn die Farbe eigentlich nicht in mein Spektrum fällt, aber die Kombi finde ich inzwischen richtig gelungen und trage das Teil sogar ins Büro. :-)
Die Kapuze habe ich ein wenig modifiziert. Da das Riley-Schnittmuster nur eine kleine Überschneidung am Hals vorsieht, ich es aber etwas geschlossener wollte, habe ich einfach vom Malou-Schnitt den Kapuzenzipfel dran kopiert und so die Kapuze nach meinen Vorstellungen angepasst.
Die Nummer eins auf dem Rücken wird bestimmt noch öfters auftauchen, ich wollte schon immer ein Shirt/Hoodie/Jacke mit der Nummer eins, es gibt aber nie die eins zu kaufen, immer nur andere Zahlen! Also selbst gemacht! Ha!
Jetzt weiß ich also auch noch, wie man appliziert, nachdem ich langsam mit dem Einschlagen von Ösen vertraut werde.
Mit Bündchenware hatte ich bisher auch wenig Erfahrung, aber es hat alles tadellos geklappt und begeistert mich geradezu, so schnell habe ich noch nie ein Kleidungsstück fertig bekommen. Natürlich auch Dank Claudia´s Overlock, mit der die meisten Nähte ein Kinderspiel waren. Ich muss meine wohl doch nochmal genauer unter die Lupe nehmen...
So, jetzt ist das Ganze schon ein Mammutpost, aber egal, es gibt noch mehr zu erzählen. Das verschiebe ich allerdings auf ein anderes Mal. Im Nachhinein musste ich feststellen, dass ich gar nicht so viele Fotos gemacht habe, wie ich gedacht hatte. Aber von den Näherfolgen meinerseits natürlich schon...
Das Jerseykleid von Schnittquelle, das ich am Sonntag noch mit der heißen Nadel zusammengetackert habe, zeige ich euch noch kurz.
Jetzt erstmal Schluss für heute, danke für´s Lesen und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Nähcamp!
Viel Spaß beim Nähen, und ab zum MeMadeMittwoch
Milan